Weit im Westen

Tag 228 Km 4390

Vor etwas mehr als einem Monat bin ich am westlichsten Punkt des britischen Festland angekommen. Es regnete und es fuhr keine Fähre nach Mull. Ich fand mich damit ab die Nacht im warte Haus der Fähre zu verbringen. Eigentlich nicht schlecht. Fließend Wasser, Toiletten und ein festes Dach. Das nenne ich schon Luxus. Ich fuhr dann noch zum Leuchtturm von Ardnamurachn. Als Westlichsterpunkt ausgeschrieben, ist er es aber nur fast. Auf dem Rückweg hatte ich dann einen Platten (den vierten in zwei Tagen) . Das wart der Moment, als ich mich zum ersten mal mit der maximalen Traglast meiner Winterreifen befasste. Ich muss sie deutlich überschritten haben, da die Stollen nach innen durch gedrückt wurden. Zu meiner Freude fand ich einen hilfsbereiten Anwohner, bei dem ich im schuppen reifen flicken und Mäntel wechseln konnte. Unter dessen verschlechterte sich das Wetter und der hilfsbereite Anwohner sagte das es am nächsten Tag Schnee geben soll. Ich fragte bei verschiedenen leiten ob sie evtl einen Schlafplatz hätten und Wasser beim zweiten Haus erfolgreich. Im Tausch für ein wenig Arbeit bekam ich ein ganzes Ferien Haus und eine Mahlzeit für die Nacht. Die Prophezeiung des hilfsbereiten Anwohners erfüllte sich und der Tag begann mit ein paar Zentimetern Schnee. Ich fragte meine Gastgeber ob sie noch etwas mehr Hilfe brauchen und das Wasser der Anfang meines Aufenthaltes. Ich blieb zunächst anderthalb Wochen. Meines Gastgeber gaben mir einen neuen Kocher, da meiner sowohl im Betrieb mit einer Gaskartussche als auch an der Benzinpumpe leckte. Mit neuem Kocher ging es dann über die Isle of Mull nach Oban. Die erste Fähre fuhr trotz rauer See. Die Freude darüber, ging sehr schnell in einen Kampf mit meinem Magen um das Frühstück über. Die stecke auf Mull war recht angenehm und die zweite Fähre fuhr aufgrund der Wetter Bedingungen erst später. Das führte dazu, dass ich kurz hinter Oban mein Lager auf einer Schafsweide aufschlug. Das schottische Winterwetter tat sein bestes damit ich nicht schlafen konnte. Der Wind heulte und der Regen hämmerteauf mein Zelt. Ich wachte vor Sonnenaufgang auf. Die Schafe umrundeten mein Zelt und machen eine mänge Lärm. Beim Frühstück ging die Sonne über den Bergen auf und ich hatte einfach das Gefühl, dass es noch nicht zeit ist, für mich, Schottland zu verlassen. Nach dem ich gründlich darüber nachgedacht hatte, fuhr ich zurück nach Oban. Dort suchte ich das nächste Münztelefon und rief bei meinen Gastgebern an, und fragte ob sie noch etwas mehr Hilfe brauchen. (Was sie zu meinem Glück auch taten). Ich besorgte mir noch eine neue Kassette für mein Rad und zwei neue Rohrblätter für meinen Dudelsack und nahm die nächste Fähre zurück nach Mull. Seit dem habe ich John (er ist eigentlich Sattler, baut jetzt jedoch nur noch Gürtel und ist generell ziemlich gute gesellschaft ) beiHochzeitsvorbereitungen geholfen. Wir pflanzten einen Weidenbogen, bauten ein Podest für die Zeremonie und verlegten einen Holzboden. Meine Zeit hier neigt sich dem Ende zu. Am Montag werde ich wider auf mein Rad steigen und weiter ziehen. Die grobe Rute : über Mull nach Oban von dort nach Islay und dann über Arran zum Festland. Mit neuem Kocher, neuem Antrieb und weniger Gepäck steigt die Vorfreude immer mehr!

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