Schwarze Insel

Seit mittlerweile fast drei Monaten bin ich jetzt auf der Black Isle. Der Herbst ist vorbei und die dunkelsten Nächte sind vorüber. Meine zeit hier ist bis jetzt sehr, sehr schnell vergangen. Ich habe viele neue Sachen gelernt und genieße meine zeit draußen. Mein Arbeitsfeld ist sehr breit gefasst. Die meiste zeit habe ich bis jetzt beim Gewächshaus verbracht. Erst mit Kartoffel ernten, sortierten und kochen, (und zwar Schubkarren voll!) danach haben wir die Erde aus dem Gewächshaus befördert. Leider erwiesn sich die Wochen die wir damit verbracht habe als Sinnlos. Der Grund für den Austausch der Erde erschien, zunächst, sinnvoll. Die Tomaten, welche vorher im Gewächshaus wuchsen, waren von einer Krankheit befallen, welch auch im Erdreich sitzen kann. Die Erde dann zu tauschen klingt, schon Sinnvoll, wenn sie nicht vom Kartoffelacker kommt, welcher von der selben Krankheit befallen ist…. Verschiedene Gärtner mit verschiedenen Ausbildungen und die Kommunikation läuft nicht. In meiner ersten Woche hat mir Scotson, (einer der Gärtner) gesagt, dass dies ein verrückter Ort sei und man sich das alles nicht ausdenken könnte. Zuerst glaubte ich ihm nicht wirklich, doch mittlerweile kann ich ihm nur zu stimmen. Dinge können einfach sein, oder man gestaltet sie einfach ein wenig aufwändiger. Seit Mitte November verschwenden wir oder meistens ich, sehr viel Zeit mit Kompost. Zum allgemeinen Leidwesen fand ein kleines Buch den weg zu JJ (sie ist die Besitzerin der farm) Das Buch wurde von Alwin Seifert geschrieben. Es beschreibt Kompost und wie man ihn macht. Leider ist die Art und weise sehr umständlich und arbeitsintensiv. Ich sollte mich wohl genauer ausdrücken, unnötig umständlich und arbeitsintensiv. Obendrein war der oben genannte Autor eines der führenden Mitglieder der Grünenbewegung des Naziregimes und gut mit Rudolf Heß befreundet. Nach dem ich also mehrere Wochen mit diesem Nazikompost verbracht habe, viel es mir schwer, nicht ausfällig zu werden, als JJ sagte, dieses geniale Buch sei von einem meiner Landsleute geschrieben worden…

Wenn ich nicht gerade mit diesem Kompost beschäftigt bin, ist die Arbeit eigentlich recht entspannt. Die Arbeit in der Brauerei war eine interessante Erfahrung, aber leider habe ich dort bis jetzt nicht viel gelernt und die Arbeit war durch launische Mitarbeiter nicht wirklich genießbar. Meine Arbeit bestand aus Kartons falten, ein Etikett drauf kleben, neben mir stapeln ,die gefüllten Kartons vom Band nehmen und auf Paletten stapeln.

Leider läuft die Kommunikation in der Brauerei auch nicht gut und die Leute widersprechen sich in ihren Anweisungen. Kurz um, alleine Kartoffeln ernten, macht mehr Freude, auch wenn es regnet!

Die Weihnachtszeit verlief absolut Stress frei, abgesehen von einem Schock, als ich nach fast drei Monaten mal wieder in einem großen Supermarkt war. Die Farben, die Leute, alles zusammen einfach etwas zu viel. An Weihnachten konnte ich ein paar britische Leckereien, wie Blackpudding, Fasan, Mincepie und ein paar ander Dinge probieren. Die Zeit nach Weihnachten bis Neujahr verging sehr schnell und war eine der schönsten die ich hier verbracht habe. Maren leistete mir Gesellschaft und wir machen die Gegend unsicher. Jetzt ist das neue Jahr

da, und meine Zeit hier neigt sich dem Ende zu. Wo es hingehen soll, weiß ich nicht genau, aber erst einmal woanders hin. Ein paar Ziele habe ich , eins ist etwas südlich und ein paar andere sind auf der Isle of Skye. Wann genau es wieder los geht, ist noch nicht sicher, doch es wird in den nächsten 14 Tagen sein. Zum Abschluss noch ein paar Momentaufnahmen der vergangenen Zeit.

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