Tag 4 Km : 300

 

Kennen lernen und Abschied nehmen.

 

Position zwischen Boden und Saale bei Nienburg.

 

Der 4. Tag miner Reise neigt sich steil dem ende zu. Es kurz nach neun am abend . Ich sitze an einen Baum gelehnt und Blicke zur (zum) Bode. Die Hunde in der Umgebung überdrehen beim Feuerwerk, welches von den einheimischen in zweiterweltkriegsmanier abgefeuert wird, völlig.  Aber jetzt erst mal zu den letzten tagen. Am Mittwoch ging es kurz nach zwölf in Dresden los, das Wetter war britisch und der Abschied nicht wirklich einfach. Eine fahrt, in das sprichwörtliche ungewisse. Wo werde ich heute Nacht schlafen? Was gibt es zu essen und bis wohin schaffe ich es? Fragen für die ich keine Antworten habe , aber eine einfache Lösung : irgendwo sicher  und was wird sich zeigen.  Und so war es dann auch. Als mir der Regen zu bunt oder eher zu viel wurde,  hielt ich nach ca 41km in Diesbar und fragte bei einer frau, die auf ihrem Grundstück saß,  ob ich die Nacht auf der Wiese verbringen könnte. Gemeint war die gemähte Wiese auf dem Grundstück, was sie natürlich auf die nicht gemähte Wiese auf der anderen Seite des Fahrradweges interpretierte. (Das hätte ich wohl auch getan. ..)  Der Regen kam unterdessen so richtig infahrt und das mit dem  Zelt war auch komplexer, als ich angenommen hatte. Ich habe es aufgebaut,  umgestellt und mich, als es schon  komplett nass war, etschieden, drauf zu verzichten. Unterkunft bot mir meine Plane, unter der das Fahrrad noch platz hatte. Gerade als ich fertig war, kam der männliche wiesen Besitzer, und eröffnete mir, dass er es nicht so schick findet, was ich da mache, da ich, zwar unwissend, aber dennoch, auf einer Heu Wiese stand. Nach kurzem Gespräch durfte ich auf der Wiese bleiben. (sie war eh schon platt.)

 

Am Donnerstag ging es gegen 7 Uhr ohne Frühstück los. Die Wiese war feucht und die Sonne linste noch nicht über den Berg. Nach zwei Treppen und einem verbogenem Schutzblech, bei dem ich glaubte es sei eine acht im Hinterrad, hielt ich nach gerade mal 6 km zum frühstücken und reparieren an. Nach porridge ,Tee und dämpfen meines Benzinkochers sah die Welt schon besser aus. (Es ist schon unglaublich, dass die spazierenden Menschen noch nie jemand beim Frühstück gesehen haben… Jedenfalls erweckten sie diesen Eindruck bei mir.)

 

Als alle schrauben wieder saßen und die vermeintliche acht behoben war, ging es endlich los. Eigentlich muss ich nirgends hin, doch das Gefühl nicht los zu kommen ist furchtbar. Wieder auf der Straße oder viel mehr dem Weg, war ich nicht lange allein. Erstens kamen mir ständig Leute entgegen, und zweitens überholten mich, kurz nach dem ich losgefahren war,  Luka und Johannes. Die beiden waren nicht ansatzweise so beladen wie ich, aber auch nicht deutlich schneller. Ich klemmte mich dann auch in ihren Windschatten, mit der Hoffnung, dass wir, wenn der Weg das Ziel ist, das selbige haben.

 

Gemeinsam ging es weiter der Küste entgegen. Sie wollten zu den Halligen, wo sie ihren Bundesfreiwilliegendienst verbracht haben. Gegen zwölf ließ ich sie jedoch beim mittag zurück, da ich gerade ersgefrühstückt hatte. Zu meiner Freude, und großen Glück, da ich sonst falsch abgebogen wäre, trafen wir uns ca. 25 km vor Torgau wieder. Ab da fuhren wir gemeinsam. In Torgau kauften wir Brot, und stellten nach ca 92 km die Zelt in einem verlassenen Obstgarten bei einem Feld auf. Zum Abendbrot gab es (was auch sonst?) Nudeln.

 

Wärend ich früh aufwachte und frühstückte, schliefen die beiden noch etwas. Mein Zeitplan ging leider nicht auf, da Joh und Luk nicht frühstücken sondern gleich auf den Sattel stiegen. Ein Riegel und ne Banane brachten sie ca. 50 km weit bis nach Wittenberg. Dort gab es mittag und die Wasserversorgung wurde sichergestellt. Weiter ging es nach Dessau wo wir Abendessen und Bier kauften. Gekocht haben wir gemeinsam, in irgendeinem Park hinter Dessau. Es gab (was auch sons?) Nudeln. Gefahrene Km: ca. 96. Die Zelt wurden erst bei dunckelheit auf gebaut.

 

Am Samstag fuhren wir leider nur ein kleines Stück gemeinsam. In Aken hieß es, nach ca. 12 km, dann auch schon Abschied nehmen. Sie fuhren weiter an der Elbe entlang, und ich setzte meine Reise alleine auf dem R1 fort. Ich habe die gemeinsame Zeit sehr genossen. Die Gesellschaft, gerade am Anfang meiner Reise, war mir mehr als willkommen. Der Rest sollte kein Problem sein. Was ich nicht weiß, dass werde ich herausfinden.

 

 

 

 

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